click for Home

Presse / Publikationen      Events      Termine     

Auf dieser Seite finden Interessierte der Riesgeologie ab sofort aktuelle Dukumente und Publikationen (Bücher, Dissertationen, Diplomarbeiten, etc.). Gerne können Sie der Redaktion eine kurze Mail schicken, falls Aktualisierungen, Korrekturen oder Ergänzungen notwendig sein sollten.
Ältere Beiträge finden sich im Beitragsarchiv am Ende der Seite.


Im Suevit des Nördlinger Rieses wurde ein bisher unbekanntes Mineral entdeckt, das den Namen „Riesit“ bekommen hat. Die Geschichte seiner Entdeckung ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation von Wissenschaftlern aus den USA und Deutschland, die in Las Vegas, in Heidelberg und am Museum für Naturkunde Berlin arbeiten.

Die Entdeckung eines neuen Hochdruckminerals im Ries, welches im Januar 2017 von der Internationalen Mineralogischen Assoziation (IMA No. 2015-110a; CNMNC Newsletter No. 35: Mineralogical Magazine, Vol. 81 (1), pp 209-213; European Journal of Mineralogy, Vol. 29 (1), pp 149-152) auf Vorschlag der Entdecker Prof. Oliver Tschauner (Las Vegas) und Prof. Chi Ma (Pasadena) den offiziellen Namen Riesit erhielt, ist einer neuen Analysentechnik zu verdanken, bei der die häufig benutzten Lichtstrahlen (optische Mikroskopie) oder Elektronenstrahlen (Elektronenmikroskopie) durch die sog. Synchrotron-Strahlung ersetzt wurden.
So haben beispielsweise die Rieser Nachrichten, scinexx.de bzw. Spektrum - Die Woche darüber berichtet.

Foto: In Schmelzader eingelagerter Riesit (heller Bildbereich) aus dem Suevit von Zipplingen.


Riesit kommt in Form von winzigen Kristallen in Schmelzadern von Gesteinen vor, die durch extrem hohe Drucke und durch Temperaturen von mehr als 1500 °C beansprucht wurden. Das Mineral Riesit ist chemisch gesehen eine spezielle Kristallform von Titandioxid (TiO2). Titandioxid kommt als Rutil in geringer Menge in vielen irdischen Gesteinen vor, also auch in den Grundgebirgsgesteinen des Nördlinger Rieses, die in mehr als 600 Metern Tiefe durch den Asteroideneinschlag extrem hohen Drucken und Temperaturen ausgesetzt und an die Oberfläche geschleudert wurden.
Die Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ berichtet in der Ausgabe vom Januar 2018 über das neu entdeckte Mineral aus Deutschland.


Abbildung: Die rechte Seite präsentiert das Titelbild von „Sterne und Weltraum“ vom Januar 2018, die linke Seite zeigt den Bericht zu Riesit auf Seite 13 derselben Ausgabe.


Zu dem Vortrag "Der Ries-See: neueste Forschungsergebnisse" (14.12.2017) im RiesKraterMuseum (RKM) in Nördlingen wurde in den Rieser Nachrichten ein Zeitungsbericht gedruckt, welcher online hier abrufbar ist.







Foto: Zeitungsbericht der Rieser Nachrichten vom 20. Dezember 2017 (Nr. 292), Seite 31.


Zu dem Vortrag "Shatter-Cones aus Ries-Krater, Steinheimer Becken und Molasse" (10.11.2017) im RiesKraterMuseum (RKM) in Nördlingen wurde in den Rieser Nachrichten ein Zeitungsbericht gedruckt, welcher online hier abrufbar ist.







Foto: Zeitungsbericht der Rieser Nachrichten vom 15. November 2017 (Nr. 262), Seite 30.

Beim Verlag Dr. Friedrich Pfeil (München) erschien 2017 von Volker J. Sach und Johannes Baier die Publikation mit dem Titel:
Neue Untersuchungen an Strahlenkalken und Shatter-Cones in Sediment- und Kristallingesteinen (Ries-Impakt und Steinheim-Impakt, Deutschland)
Zusammenfassung: Shatter-Cones stellen die bisher einzig sicheren makroskopischen Belege für die Wirkungen von Impakt bzw. Stoßwellenmetamorphose dar und werden deshalb weltweit zur Entdeckung und zum Nachweis von Impaktkratern herangezogen. Im Rahmen der Untersuchungen haben die Autoren Shatter-Cones untersucht, die während des Ries-Impaktes gebildet wurden und aus oberjurassischen Kalken bestehen. Die Fundstellen dieser Shatter-Cones liegen auf einem Shatter-Cone-führenden »Auswurfstrahl«, der sich vom Ries-Zentrum in südsüdwestlicher Richtung über eine Strecke von etwa 180 km erstreckt. Zusätzlich kann entlang des Shatter-Cone-führenden Ries-Auswurfstrahls festgestellt werden, dass mit zunehmender Auswurfdistanz auch der Anteil an stratigraphisch älterem Ejekta-Material (mittel- und unterjurassische bis obertriassische Gesteine) zunimmt.
Preis: 20 Euro
36 Seiten, 7 Farbtafeln mit 42 Abbildungen, 9 Farbabbildungen, 3 Tabellen. ISBN: 978-3-89937-229-8

Ein Vorläufer der aktuellen Publikation ist ebenfalls beim Verlag Dr. Friedrich Pfeil (München) 2014 von Volker J. Sach erschienen. Titel:
Strahlenkalke (Shatter-Cones) aus dem Brockhorizont der Oberen Süßwassermolasse in Oberschwaben (Südwestdeutschland) – Fernauswürflinge des Nördlinger-Ries-Impaktes
Zusammenfassung: Aus der Erdgeschichte Deutschlands sind mit dem Nördlinger Ries und dem benachbarten Steinheimer Becken nur zwei größere Meteoritenkrater bekannt. Infolge dieser Meteoriten-Einschläge wurden gewaltige Mengen an Gesteinsmaterial aus den Kratern gesprengt, ballistisch transportiert und bis über 180 Kilometer vom Zentrum des Nördlinger-Ries-Kraters entfernt abgelagert. Einzelne solcher Gesteinstrümmer dieser mittelmiozänen Schuttdecke findet man heute noch im Brockhorizont der Oberen Süßwassermolasse, der nur in Süddeutschland und in der Ostschweiz gebietsweise aufgeschlossen ist. Die in der Broschüre beschriebenen und abgebildeten Strahlenkalke (»Shatter-Cones«) sind sehr seltene Fundstücke aus dem Brockhorizont. Es handelt sich um die ersten eindeutigen Nachweise derartiger Impakt-Gesteine aus der Schichtenabfolge des Molassebeckens in Süddeutschland.
Preis: 10 Euro
16 Seiten, 13 Farbabbildungen, 2 Tabellen. ISBN: 978-3-89937-175-8


Thema: Ein Rieser Problem

Die unmittelbar mit der Geologie verbundenen Eigenschaften eines Baugrundes machen den Riesern immer wieder zu schaffen. Der Artikel in den Rieser Nachrichten geht auf diese Sachlage näher ein und ist hier online abrufbar.





Foto: Zeitungsbericht der Rieser Nachrichten vom 25. August 2017 (Nr. 195), Seite 22.

      | Disclaimer / Impressum      |        Kontakt       |        © 2018 Riesgeologie